Nach Skandalen um Pferdefleisch und Bio-Eiern

Das komplette Kontrollsystem muss auf den Prüfstand

Bremen, 25. Januar 2013

 


„Die aktuellen Skandale belegen deutlich, dass das komplette Kontrollsystem in Deutschland auf den Prüfstand gehört. Es ist unerträglich, dass immer neue Lebensmittelskandale auftauchen, ohne dass am System irgendetwas entscheidendes geändert wird,“ erklärte Christian Wechselbaum, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft NGG in der Region Bremen-Weser-Elbe zu den jüngsten Skandalen rund um Pferdefleisch und angebliche Bio-Eier.

 


Als Sofortmaßnahmen fordert die Gewerkschaft NGG:

  • Einführung von Herkunftsnachweisen, z.B. in Form von regionalen Produktlabeln aus denen erkennbar ist, wo Lebensmittel und die wichtigsten Zwischenprodukte erzeugt werden, um anonyme Warenströme weitestgehend zu verhindern.
  • Kennzeichnung aller Bestandteile in Lebensmitteln und Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit dieser Bestandteile.
  • Informantenschutz für Beschäftigte, die die Behörden auf Missstände und kriminelle Machenschaften in der Lebensmittelwirtschaft hinweisen.
  • Ein bundesweit verbindliches Modell zur Veröffentlichung von Kontrollergebnissen.

 

Christian Wechselbaum abschließend: „Alleine gesetzliche Regelungen werden aber nicht ausreichen. Wir brauchen auch eine Diskussion über den Wert von Lebensmitteln. Qualität hat ihren Preis! Qualitativ hochwertige Lebensmittel können nicht zu Niedrigstpreisen angeboten werden. Das muss Politikern, Herstellen und Verbrauchern bewusst werden.“

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