Bereits 1948 der Gewerkschaft beigetreten

Gewerkschaftsvorsitzender ehrt langjährige Mitglieder

v.l.n.r.: Stefan Röper (NGG-Regionsvorsitzender), Wilhelm Simon, Dieter Nickel (NGG-Geschäftsführer), Fritz Soost und Franz-Josef Möllenberg (Bundesvorsitzender)

Vor über 100 Teilnehmenden ehrte Franz-Josef Möllenberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), in einer Feierstunde langjährige Gewerkschaftsmitglieder der NGG-Region Bremen-Weser-Elbe. Besonders hob Möllenberg die 65jährige Mitgliedschaft von Wilhelm Simon und Fritz Soost hervor; beide sind im Jahr 1948 der NGG beigetreten.

 

Wilhelm Simon, Jahrgang 1919, war bei Brinkmann in Bremen beschäftigt, Fritz Soost, Jahrgang 1932, arbeitete bei COOP. Insgesamt wurden 62 Jubilare auf der Veranstaltung in den Centralhallen in Hemelingen geehrt.

 

Möllenberg ging in seinem Referat auch auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen ein: „Ohne eine Neuordnung der Arbeit darf es keine große Koalition geben.“ Zu einer neuen Ordnung am Arbeitsmarkt gehöre die unverzügliche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro – branchenübergreifend und bundesweit ohne zeitlichen Stufenplan oder andere Hintertürchen.

 

 „Dringend geboten ist die Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen. Die Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Nutzung von Werkverträgen muss deutlich erweitert werden. Derzeit werden Werkverträge missbraucht, um Tarifverträge und Betriebsräte zu umgehen. Die Haftung der Unternehmen muss auch auf die von ihnen beauftragten Subunternehmen ausgedehnt werden. Es ist unerträglich, dass sich beispielsweise große Schlachtkonzerne und Geflügelschlachtereien aus der Verantwortung stehlen können und sich ahnungslos zeigen, wenn es um die Einhaltung des Tierschutzes, eine angemessene Entlohnung bis hin zu menschenunwürdigen Wohnverhältnissen von Werkvertragsbeschäftigten, die bei Subunternehmen beschäftigt sind, geht.“

 

Zu einer Neuordnung der Arbeit gehörten aber auch eine Reform der Minijobs sowie die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung.

 

„Der Standort Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft müssen gestärkt werden. Das geht nur mit der Stärkung der Sozialpartnerschaft, mit guten Arbeitsplätzen, qualifizierten und motivierten Beschäftigten sowie innovativen Produkten und Dienstleistungen. Es geht nicht mit einer Billiglohnstrategie, die den Arbeitsmarkt weiter spaltet. Die Gewerkschaft NGG will sich aktiv in die Gestaltung der künftigen Arbeitsmarkt-, Sozial- und Industriepolitik einbringen und ist bereit, die künftige Bundesregierung kompetent zu beraten“, so der NGG-Vorsitzende.

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