Hotel- und Gaststättengewerbe in Bremen und Bremerhaven

Heute bleibt die Küche kalt – kein Tarifabschluss im Gastgewerbe

Bremen, 28.03.2012: Die Tarifverhandlungen für die rund 7.000 Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe wurden heute bereits nach zwei Stunden Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt. Das Angebot des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Bremen (DEHOGA) belief sich lediglich auf eine Erhöhung der Entgelte um 50 Euro für 2 Jahre. Die Ausbildungsvergütungen sollen nach Vorstellung der Arbeitgeber in zwei Stufen um insgesamt 30 Euro erhöht werden. Die Forderung der NGG beträgt 126 Euro für 12 Monate und eine Kopplung der Ausbildungsvergütungen an den Facharbeiterlohn.

 
Stefan Münkel, Verhandlungsführer der Gewerkschaft NGG: „Die Höhe des Angebotes der Arbeitgeber ist für uns völlig unerklärlich. Die Umsätze im Gastgewerbe im Land Bremen befinden sich auf Rekordniveau, es gibt einen Fachkräftemangel, Ausbildungsplätze können aus Mangel an Bewerbungen nicht besetzt werden. Trotzdem soll das Entgelt für einen gelernten Koch gerade mal um 1,6 % erhöht werden. Dies bedeutet bei einer aktuellen Inflation von 2.3% weitere Reallohnverluste. Das ist eine Beleidigung für die gute Arbeit, die von den Beschäftigten täglich erbracht wird.“
 
Die NGG will in den nächsten Tagen die Beschäftigten in Bremen und Bremerhaven zunächst über dieses „Angebot“ informieren. Vom DEHOGA fordert die NGG zum nächsten Verhandlungstermin ein stark nachgebessertes Angebot. „Sollten sich die Arbeitgeber weiterhin stur stellen, werden wir sie wie im vergangenen Jahr mit kreativen Methoden motivieren, ein stark verbessertes Angebot nachzulegen“, so Münkel weiter.
 
Die Verhandlungen sollen im April fortgesetzt werden.

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