Löhne im Hotel- und Gastgewerbe in Niedersachsen werden allgemeinverbindlich

Für Beschäftigte gilt ab 01.12. eine tarifliche Lohnuntergrenze

Bremen – 29. November 2011

 

Für zuviel Arbeit zu oft nur ein Hungerlohn, diesem Problem soll im Gastgewerbe nun ein Riegel vorgeschoben werden. In Niedersachsen gelten ab jetzt zumindest für die unteren Lohngruppen im Hotel- und Gaststättengewerbe allgemeinverbindliche Untergrenzen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bezeichnet dies als einen notwendigen Fortschritt.


Die tariflichen Löhne in den unteren Lohngruppen der Branche sind vom Tarifausschuss des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Niedersachsen ab dem 01. Dezember diesen Jahres für allgemeinverbindlich erklärt worden. „Damit sind die schlimmsten Auswüchse der Lohndrückerei nun vorbei“, so Stefan Münkel, Gewerkschaftssekretär der NGG-Region Bremen-Weser-Elbe „denn durch die Allgemeinverbindlichkeit dürfen in der gesamten Branche die Löhne in den beiden unteren Gruppen nicht mehr unterboten werden.“


Damit haben insbesondere die häufig schlecht bezahlten Hilfskräfte in Küchen und im Service des Gastgewerbes nun einen verbindlichen Anspruch auf einen Stundenlohn von derzeit mindestens 7,94 Euro. Die Gewerkschaft bewertet die Allgemeinverbindlichkeit als einen notwendigen Schritt in die richtige Richtung, warnte zugleich aber davor, das Lohndumping im Gastgewerbe in Niedersachsen damit in Gänze für erledigt zu halten. „Eine falsche Bezahlung der Fachkräfte ist auf diese Weise nur indirekt aufgehalten. Der Wettbewerb im Gastgewerbe muss“, so kommentiert Münkel weiter, „über die Qualität der Dienstleistung und nicht über niedrige Löhne für die Beschäftigten ausgetragen werden.“


Hintergrund:
Die Gewerkschaft NGG hatte im Jahr 2010 in Übereinstimmung mit dem Deutschen Hotel- und Gasstättenverband e.V. (Dehoga Niedersachsen) die Allgemeinverbindlichkeit der Entgeltgruppen 1 und 2 des Entgelttarifvertrages für das Hotel- und Gaststättengewerbe beim zuständigen Ministerium beantragt.

 

Im niedersächsischen Gastgewerbe sind über 125.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Beim letzten Tarifabschluss wurde der zweite Erhöhungsschritt der Löhne ab dem 01. Mai 2012 schon vereinbart. Auch diese Erhöhung wird für die unteren beiden Lohngruppen allgemeinverbindlich sein.

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