Diskussion um Qualität und Herkunft von Lebensmitteln

NGG fordert Label für regionale Produkte

Räucheraal "Made in Bremerhaven"

 

Bremen, 23. November 2012

 

„Made in Bremen“ oder „Made in Bremerhaven“ – was aus dem Land Bremen kommt und auf dem Küchentisch landet, soll einen „Herkunftsstempel“ tragen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Jede Hausfrau, jeder Hobby- und Profikoch muss wissen, woher das kommt, was in der eigenen Küche landet“ sagt Dieter Nickel. Der Geschäftsführer der NGG-Region Bremen-Weser-Elbe fordert „Transparenz vom Acker oder Stall bis auf den Tisch“.

 

Verbraucher müssten die Chance haben, Lebensmittel richtig zu orten, so die NGG Bremen. „Wir brauchen die Pflicht für einen Produkt-Kompass. Orientierungslose Verbraucher, die nicht wissen, woher die Erdbeeren in der Marmelade oder im Joghurt stammen, können keine mündigen Verbraucher sein“, sagt Nickel.

 

Die NGG hat schriftlich die heimischen Bundestags- und Europa-Abgeordneten, sowie die Bürgerschaftsfraktionen aufgefordert, sich für eine entsprechende Kennzeichnungspflicht stark zu machen. In den nächsten Tagen will die NGG eine Petition in die Bremische Bürgerschaft einbringen. Die Parteien in Niedersachsen wurden darüber hinaus gefragt, ob sie sich nach der Landtagswahl ebenfalls für regionale Produktlabel stark machen werden.

 

„Die Zeit der anonymen Produkte ist abgelaufen. Das gilt für Tiefkühlfisch genauso wie für jedes Getreideprodukt oder Fleischwaren. Die Verbraucher müssen in der Lage sein, sich für regionale Produkte zu entscheiden“, so Nickel weiter. „Denn das sei in der Regel auch eine Entscheidung für Qualität. Zudem spreche es für kurze Transportwege – und sei damit ökologisch sinnvoll. Darüber hinaus sichere der Kauf von regionalen Produkten „Made in Bremen“ oder „Made in Bremerhaven“ heimische Arbeitsplätze“ erklärt die NGG.

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