Prozess vor dem Amtsgericht

Restaurantbesitzer wegen Ausbeutung angeklagt

 

Bremen, 29.09.2011

Eine Klage wegen Ausbeutung und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz wird vor dem Amtsgericht Bremen verhandelt. Einem 49-jährigen Mann wird vorgeworfen, in seinem China-Restaurant einen Chinesen weit unter Tarif beschäftigt zu haben.

 

Fast drei Jahre soll der Chinese zwischen 2006 und 2009 in dem Restaurant für einen Hungerlohn gearbeitet haben. Eingestellt worden war er scheinbar zu tarifgerechten Bedingungen. Das war für ihn wichtig, um eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Tatsächlich gearbeitet hat das Opfer aber nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mehr als 66 Stunden die Woche. Dafür zahlte der Arbeitgeber nur zwischen 600 und 800 Euro Lohn sowie Unterkunft und Verpflegung. Der Angeklagte soll gewusst haben, dass sein Mitarbeiter nur wegen der angeblichen Tarifbedingungen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten hatte. Bundesweit ist diese Form von Arbeitsausbeutung kein Einzelfall. Allerdings melden sich nur wenige Opfer freiwillig. Viele sprechen schlecht Deutsch und haben Angst haben, ausgewiesen zu werden.

 

(Quelle: www.radiobremen.de)

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