Gewerkschaft NGG gibt Tipps für Schüler und Studenten

Volles Portemonnaie durch Ferienjob im Gastgewerbe

Auch für Ferienjobber gibt es Regeln

18.06.2012: Nicht mehr lange bis zum Beginn der großen Sommerferien in Bremen und Niedersachsen. Viele Schüler und Schülerinnen nutzen die Sommerferien um sich mit einem Ferienjob ihr Taschengeld aufzubessern. Damit es dabei nicht hinterher zu Ärger kommt, gibt die Gewerkschaft NGG, Region Bremen-Weser-Elbe, jetzt Tipps für Jugendliche, die im Sommer einem Ferienjob im Gastgewerbe nachgehen wollen.

 
Stefan Münkel, Gewerkschaftssekretär in Bremen: „Ein Ferienjob ist rechtlich genauso zu betrachten wie jeder andere Job. Gesetze und Tarifverträge gelten auch für Ferienjobber. Und wie im „normalen“ Arbeitsleben wird von einigen Chefs die Unwissenheit leider ausgenutzt. Immer wieder haben wir nach den Ferien Jugendliche, die sich über den Tisch gezogen fühlen. Deswegen geben wir jetzt schon vor den Ferien einige Tipps.
 
Die meisten Arbeitgeber der Branche sind Mitglied im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Wenn der oder die Jobberin Gewerkschaftsmitglied ist, muss nach Tarif bezahlt werden. Die niedrigste Vergütung liegt im Land Bremen bei 8,00 Euro, in Niedersachsen (mit Ausnahme der Ostfriesischen Nordseeinseln und des ehemaligen Verwaltungsbezirkes Oldenburg) bei 8,04 Euro. Je nach Tätigkeit muss auch mehr bezahlt werden. In Niedersachsen sind die beiden unteren Entgeltgruppen allgemeinverbindlich, gelten also auch dann, wenn der Arbeitger nicht im DEHOGA ist.
 
Weiter ist wichtig, dass man auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag und eine Entgeltabrechnung besteht, damit nicht unfreiwillig „schwarz“ gearbeitet wird. Das kann sich sonst später böse rächen. Um seine Arbeitszeiten nachzuweisen empfehlen wir ein Tagebuch mit den tatsächlichen Arbeits- und Pausenzeiten zu führen. Hiermit kann im Zweifel nachgewiesen werden, wie man gearbeitet hat und seine Ansprüche einfordern.“
 
Im Zweifelsfall sollten Ferienjobber sich immer erst einmal bei einer unabhängigen Stelle informieren, bevor irgendetwas unterschrieben wird. Die Gewerkschaft NGG bietet hier für ihre Mitglieder z. B. die Möglichkeit eines Arbeitsvertragschecks an.

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